Brust

Die weibliche Brust steht für Leben, Schönheit und Fruchtbarkeit.

Die Brustdrüsen sind bei beiden Geschlechtern vorhanden und primär gleichartig aufgebaut. Im Rahmen der Pubertät unterliegt jedoch die weibliche Brustdrüse sexualzyklischen Veränderungen und beginnt sich zu entwickeln.

Die volle Entfaltung erfährt die Brust normalerweise nur bei der Frau und zwar während der Schwangerschaft und Stillperiode. Nach Beendigung der Keimdrüsenaktivität kommt es zur allmählichen Rückbildung von Brustdrüsengewebe.

Die Brustvergrößerung zählt zu den häufigsten Eingriffen in der plastischen Chirurgie. Die Vergrößerung der weiblichen Brust erfolgt entweder mit einem Implantat oder mit Eigenfett.

 

Brustvergrößerung mit Implantaten:

Bei dieser Methode wird über einen Schnitt, meist in der Brustumschlagsfalte, ein Silikonimplantat eingebracht.

 

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Hier wird Fett von den Oberschenkeln, von den Hüften oder vom Bauch entnommen und nach spezieller Aufbereitung in die Brust eingebracht. Eine Vergrößerung bis zu einer Körbchengröße ist möglich.

Eine zu große Brust führt häufig nicht nur zu körperlichen Beschwerden, sondern stellt auch oft eine psychische Belastung dar.

Ziel dieser Operation ist, neben der Brustverkleinerung, die Korrektur der Brustform.

Die Operation dauert 60-120 Minuten und wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt beläuft sich auf maximal 2 Tage.

Die Entstehung einer hängenden Brust ist mannigfaltig. Schwangerschaft und Stillzeit, exzessiver Gewichtsverlust, aber auch der natürliche Alterungsprozess führen häufig zu einer hängenden Brust.

Die Operationsmethode wird individuell angepasst, um eine straffe und jugendliche Brustform zu erreichen.

Die Operation dauert 60-120 Minuten und wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt beläuft sich auf maximal 2 Tage.

Bei geringer Ausprägung der Hängebrust kann die Straffung ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Die tubuläre Brust, auch Schlauch- oder Rüsselbrust genannt, stellt eine angeborene Brustdeformität im unteren Brustpol dar.

Abhängig von der Ausprägung, kann das zu einem schlauchartigen Erscheinungsbild der Brust führen.

Die Korrektur dieser Missbildung besteht nicht nur aus einer reinen Brustvergrößerung mit Implantat, sondern es wird auch Gewebe innerhalb der Brust umverteilt. In den meisten Fällen müssen auch die Brustwarzen korrigiert werden.

Die Operation dauert 90 – 120 Minuten und wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt beläuft sich auf maximal 2 Tage.

Sowohl Missbildungen, Narben als auch Disproportionen der Brustwarze und des Brustwarzenhofes können durch einen kleinen Eingriff korrigiert werden.

Die Operation dauert 30 -60 Minuten und kann üblicherweise ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Unter Gynäkomastie versteht man die Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, meist aufgrund harmloser Hormonungleichgewichte (z.B. Pupertätsgynäkomastie), selten aber auch als Symptom eines Hoden- oder Nierenrindenkarzinoms.

Eine Abklärung mittels Bildgebung (Ultraschall , Mammographie), Blutuntersuchung (Hormonstatus) und Begutachtung durch einen Urologen, ist unabdingbar.

Nach genauer Abklärung erfolgt die Korrektur durch die Entfernung der vergrößerten Drüse über einen kleinen, halbmondförmigen Schnitt am Brustwarzenrand in Kombination mit einer Fettabsaugung.

Unter Pseudogynäkomastie versteht man die Vergrößerung der männlichen Brust rein durch vermehrte Fetteinlagerung, die meistens mit einer Fettabsaugung korrigiert werden kann.

Eine Abklärung vor der Operation ist aber auch in diesem Fall notwendig.

Wird die Brust im Rahmen einer Tumorerkrankung entfernt, kann sowohl eine Sofortrekonstruktion wie auch eine Spätrekonstruktion erfolgen.

Es handelt sich hierbei um äußerst komplexe Operationen, sodass diese ausschließlich ein Spezialist für Brustchirurgie vornehmen sollte.

Primär gibt es zwei Möglichkeiten die Brust zu rekonstruieren.