Hand

Die Hand ist ein hochkomplexes Gebilde aus Knochen, Sehnen, Bändern und Muskeln, welche sich zu einem vielseitigen Werkzeug zusammenfügen.

Die Wiederherstellung der Hand nach Verletzungen oder Erkrankungen ist ein wesentlicher Bestandteil der plastischen Chirurgie.

Schmerzen und Gefühlsstörungen sind oft Symptome einer Nerveneinengung. In diesem Fall ist meistens der Daumen, Zeige- und Mittelfinger betroffen.

Ist die konservative Therapie ausgeschöpft und es zeigen sich schlechte Werte in der Nervenleitgeschwindigkeit (spezielle Untersuchung des Nerven), bleibt nur die Operation.

Die Operation dauert 15 – 30 Minuten und wird in Regionalanästhesie durchgeführt. Der Patient kann am selben Tag in häusliche Pflege entlassen werden.

Das Beschwerdebild kann erheblich variieren: Gefühlsstörungen und Schmerzen im 4. und 5. Finger, sowie eine Schwäche der Handbinnenmuskulatur sind typisch.

Zusätzliche Untersuchungen (Elektromyogramm, Nervenleitgeschwindigkeit) sind notwendig.

Die Operation dauert je nach Ausprägung 30 – 90 Minuten und wird in Regionalanästhesie durchgeführt. Der Patient kann am selben Tag in häusliche Pflege entlassen werden.

Hierbei handelt es sich um einen gutartigen Tumor im Handbereich. Durch die Größenzunahme kommt es oft frühzeitig zu Nervenirritationen, welche wiederum zu Schmerzen und Schwächegefühl in der Hand führen.

Die Behandlung erfolgt in der chirurgischen Entfernung des Tumors.

Die Operation dauert 30 – 90 Minuten und wird in Regionalanästhesie durchgeführt. Die Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt am selben Tag.

Eine schnellende Bewegung (Schnappen) beim Strecken eines Fingers, zunehmende Schmerzen, bis hin zum Hängenbleiben des Fingers in Beugestellung sind typische Merkmale dieser Erkrankung.

Durch einen kleinen Eingriff kann diese Sehnengleitstörung behoben werden.

Die Operation dauert 15 – 30 Minuten und wird ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt.

Typischerweise beginnt die Erkrankung mit der Ausbildung von knotigen Verdickungen in der Hohlhand. Im weiteren Verlauf kommt es im Zeitraum von einigen Monaten bis Jahren zu zunehmend strangförmigen Veränderungen, die schlussendlich zu einer dauerhaften Beugestellung der Finger führen.

Die Behandlung erfolgt je nach Ausprägung entweder durch Einspritzen eines Enzyms in den Strang (Xiapex) oder durch die chirurgische Entfernung.

Die Spritzenbehandlung dauert 15 Minuten und erfolgt ambulant. Nach 24 Stunden muss der Patient erneut vorstellig werden und die betroffenen Finger werden in Lokalanästhesie passiv gestreckt. Auch dieser Eingriff erfolgt ambulant.

Die operative Behandlung dauert 30 – 120 Minuten und wird in Regionalanästhesie oder Allgemeinnarkose durchgeführt.

Je nach Ausprägung und Anästhesieverfahren beträgt der Krankenhausaufenthalt maximal 1 Tag.

Das Spektrum der angeborenen Handfehlbildungen ist riesig und reicht von einfachen bis hin zu komplexen Fehlbildungen, oft in Kombination mit anderen Körperfehlbildungen (Syndromen).

In Anbetracht der funktionellen, aber auch der ästhetischen und sozialen Bedeutung der Hand, ist die frühzeitige Behandlung im Kindesalter sinnvoll, um eine Entwicklungsverzögerung des Kindes zu vermeiden.

Die Operationsdauer sowie die Dauer des Spitalsaufenthaltes richtet sich nach der Schwere bzw. Komplexität der Fehlbildung.

Bedingt durch Unfälle, aber z.B. auch im Rahmen von Tumorerkrankungen, kann es zur Schädigung von Nerven kommen. Oft ist der Defekt zu groß um eine direkte Nervennaht durchzuführen und es besteht die Notwendigkeit einer Rekonstruktion mittels Nerventransplantat. Als Transplantat eignen sich hierfür entweder ein körpereigener, sensibler Nerv oder ein Fremdspendernerv.

Sensible Nerven können bis zu drei Jahren nach Schädigung rekonstruiert werden. Nerven die Muskeln ansteuern, also motorische Nerven, sollten innerhalb eines Jahres rekonstruiert werden.

Ist eine Nervenrekonstruktion nicht mehr möglich, besteht die Möglichkeit einer motorischen Ersatzoperation, um eine bestimmte motorische Funktion wieder zu erlangen.

Hierbei werden entbehrliche Muskel und Sehnengruppen umgesetzt, um eine bestimmte Muskelfunktion wieder her zu stellen.